Fußball WM 2022 Katar | Weltmeisterschaft Spielplan, Termine und Stadien

Das sollten Sie über die nächste Fußball-WM wissen

Die nächste Fußball-Weltmeisterschaft wird 2022 in Katar stattfinden. Das hatte das Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbands FIFA am 2. Dezember 2010 entschieden. In der Abstimmung setzte sich das arabische Land gegen die Mitbewerber aus den USA, Südkorea, Japan und Australien durch. Zuvor waren die Bewerbungen aus Indonesien und Mexiko bereits von der Fifa abgelehnt beziehungsweise vom Verband zurückgezogen worden.

Wann finden die Spiele statt?

Die Fußball Weltmeisterschaft in Katar findet zwischen 21. November und dem 18. Dezember statt. Das Endspiel wird demnach am vierten Advent ausgetragen. Das Turnier besteht aus nur 28 Spieltagen. Zuletzt haben sich die Weltmeisterschaften über 30 oder 31 Tage erstreckt. Die WM in Katar wird so kurz sein wie lange keine Weltmeisterschaft mehr. Zuletzt war eine WM im Jahr 1978 so kurz. Damals wurde an 25 Tagen gespielt. Wegen der hohen Temperaturen wird das Turnier erstmals nicht im Sommer ausgetragen.

Fußballer BildDie Verlegung in den Winter hat zur Folge, dass der Confed-Cup nicht in Katar ausgetragen werden wird. Dieser gilt als eine Art Generalprobe, schließlich wird das Turnier in der Regel ein Jahr vor der WM im selben Land ausgetragen. Dabei erhalten die Stadien und die Organisation eine Feuertaufe. Würde der Confed-Cup ebenfalls im November und Dezember ausgetragen, würde der Vereinsfußball in einer weiteren Saison verschoben. Dagegen sprach sich die FIFA aus. Wer das Turnier im Jahr 2021 austragen wird, steht bislang noch nicht fest.

In welchen Stadien soll gespielt werden?

Für die Bewerbung der WM 2022 forderte die FIFA, dass die Spiele in mindestens zwölf Stadien stattfinden müssen. Katar erfüllte diese Voraussetzung, reichte nach der Vergabe Pläne für ein weiteres Stadion nach. Von den insgesamt 13 Arenen hätten zehn völlig neu gebaut werden müssen, nur drei bestehende Stadien wären durch einen Umbau WM-tauglich gemacht worden. Das sorgte für Kritik. Viele bezeichneten es als überflüssig und nicht nachhaltig, dass ein kleines Land wie Katar 13 große Stadien erhalten soll. Schließlich würden die Stadien nach der WM größtenteils ungenutzt bleiben. In Abstimmng mit der FIFA wurde daraufhin die Anzahl der Arenen auf acht reduziert. Von ihnen können zwei durch einen Umbau an die Anforderungen des Fußball-Weltverbands angepasst werden.

Die acht Stadien werden Kapazitäten für jeweils 40.000 bis 48.000 Zuschauer haben. Einzig das Lusail Iconic Stadium wird herausstechen. Es soll nach dem Abschluss der Bauarbeiten Plätze für gut 86.000 Zuschauer bieten. Für das Turnier werden in der katarischen Hauptstadt Doha drei Stadien zur Verfügung stehen. Alle WM-Stadien werden sich im östlichen Teil des Landes befinden, die meisten direkt in Küstenstädten.

Wer kann sich für die WM qualifizieren?

Als Gastgeber nimmt Katar automatisch am Turnier teil. Alle anderen Mannschaften müssen sich in der Qualifikationsphase erst gegen andere Teams durchsetzen. Insgesamt werden 32 Mannschaften antreten. Sie sind wie folgt auf die Kontinentalverbände aufgeteilt: CAF (Afrika) 5 Startplätze, AFC (Asien inklusive Australien) 4,5 Startplätze, UEFA (Europa) 13 Startplätze, CONCACAF (Nord-, Mittelamerika und Karibik) 3,5 Startplätze, OFC (Ozeanien) 0,5 Startplätze, COMNEBOL (Südamerika) 4,5 Startplätze. Die Angabe von halben Startülätzen bedeutet, dass sich in den Aufeinernadertreffen in interkontinentalen Entscheidungsspielen eine weitere Mannschaft aus der Kontinentalgruppe für die Teilnahme an dem Turnier qualifizieren kann.

Diese Kritik wurde an der WM in Katar laut

Fussball BildSeit der Vergabe der WM an das arabische Land, gibt es Stimmen, die die Entscheidung kritisieren. Die fehlende Fußballtradition ist nur dabei nur ein Argument. Sie hat zur Folge, dass die meisten Stadion neu gebaut werden müssen. Viel wichtiger und aussagekräftiger ist aber die Kritik an der Verletzung der Menschenrechte in dem Land. Homosexuelle Handlungen stehen in Katar unter Strafe. Außerdem entsprechen die Arbeitsbedingungen auf den Baustellen der Stadien in keinsterweise den internationalen Standards. Mehrfach wurde in den Medien über die Ausbeutung von Gastarbeitern berichtet. Zwischen 2011 und 2013 sollen sogar 1200 Arbeiter aus Nepal und Indien auf den Baustellen wegen Überarbeitung gestorben sein.

Nicht zuletzt ist den Vertretern der nationalen Verbänden die Verlegung der WM in den Winter ein Dorn im Auge. Denn dadurch muss der Betrieb der Ligen und Wettbewerbe völlig neu geregelt werden. Im Zeitraum der WM muss der reguläre Betrieb für mehrere Wochen ruhen. Der Damalige FIFA-Präsident sprach zwischenzeitlich sogar davon, dass die Vergabe der WM an Katar ein Fehler gewesen sei. Im Anschluss an die Äußerung wurden Stimmen laut, die Vergabe der Weltmeisterschaft neu zu regeln. Somit wird das Turnier wie geplant im Jahr 2022 in Katar ausgetragen werden. Angesichts der allgemeinen Korruptionsvorwürfe um den Fußball-Weltverband stand auch die Vergabe Der WM für das Jahr 2022 in einem schlechten Licht. Doch jegliche Kritik hat die Entscheider nicht dazu bewogen, eine Neuregelung anzustoßen. Die Weltmeisterschaft wird somit wie vom FIFA-Exekutivkomitee beschlossen in Katar über die Bühne gehen.